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Ev.-Luth. St.-Nikolai-Kirchgemeinde Grünlichtenberg

Name
Schutzpatron des Kaufleute und Händler, St. Nikolaus „St. Nikolai“, im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in Kleinasien

Gründung der Kirche
Mitte des 12. Jh. wurde die Pfarrkirche von deutschen Ansiedlern gegründet. Grünberg soll ein Wallfahrtsort gewesen sein. Der „Heilige Teich“ im Pfarrgarten erinnert daran. Drei Wallfahrten fanden im Jahr statt und im Anschluss folgten Jahrmärkte. Der Pfingstjahrmarkt ist bis vor etwa 10 Jahren jährlich gefeiert worden.

Kirchturm
Er wurde 1708 - 11 in der heutigen Form erbaut, d.h. auf den noch viel älteren Turm aus romanischer Zeit (vor 800 Jahren) wurde ein barocker Dachreiter gesetzt.
Höhe: 45 m (mit Wetterfahne 47 m)
Die Kugel wurde 1995 das letzte Mal geöffnet – (Umdeckung von Schieder auf Kupfer) darin fanden wir Urkunden aus den Jahren 1857, 1899 und 1950, sowie andere Zeitdokumente.

Letzter Kirchenumbau
1863, durch Baumeister Oesterreich
Die alte Kirche, ausgenommen der Turm, wurde abgebrochen und ein neues Kirchenschiff angebaut. Die Kirchweihe fand am 6. Januar 1864 (Epiphanias), deshalb der Stern über dem Haupteingang. Der Innenraum der Kirche mit einer hellen flachen Putzdecke ist schlicht gehalten. Im Jahre 2010/11 erfolgte die Restaurierung des Kircheninneren, u. a. brachte man auch die Illusionsmalerei an der Kirchendecke wieder an.

Ausstattung
Baumeister Oesterreich hat sich sehr von Christian Friedrich Uhlig und der wiederum von dem Berliner Baumeister Karl Friedrich Schinkel beeinflussen lassen. Der Kanzelaltar weißt auf eine typische evangelische Kirche hin. Die Attribute des christlichen Glaubens wurden eingearbeitet: Wort und Sakrament - Kanzel, Altar und Taufstein alles in einer Linie und über allem steht das Kreuz Jesu. Die Orgel, auf der Westempore, wurde in den Jahren 1866/67 als 21. Werk des aus Borstendorf bei Freiberg stammenden Orgelbauers Christian Friedrich Göthel eingebaut. Sie besitzt 21 Register (verschiedene Stimmen, z.B.: Flöten ...) die auf das Haupt- und Oberwerk, sowie auf das Pedal verteilt sind. Genau 1099 klingende Orgelpfeifen stehen der Kantorin beim Orgelspiel zur Verfügung. Ist die kleinste Pfeife aus Zinn nur wenige Millimeter groß, so misst die größte Pfeife aus Holz 4,80 Meter.

Glocken
Die große Glocke im Kirchturm wurde 1483 in Halle/ Saale gegossen. Die Glockeninschrift lautet: „O REX GLORIE. VENI. CUM. PACE. SANCTA. MARIA. ORA PRO NOBIS. ANNO DOMINI M.CCCC.L.XXX.III.“, die Übersetzung heißt so viel wie: „König der Ehre, Bitte um Frieden Heilige Maria. Im Jahre des Herrn 1483“. Während diese Glocke 1917 schon einmal vorm einschmelzen bewahrt blieb, musste sie 1940 wiederum abgegeben werden. 1950 wurde die 1500 kg schwere Bronzeglocke auf dem Hamburger Glockenfriedhof wieder gefunden. Die drei kleineren Bronzeglocken wurden 1968 in Apolda gegossen.

Weitere Kunstwerke
Unsere Kirche besaß bis vor rund 100 Jahren noch wertvolle Kunstwerke von über-regionaler Bedeutung.
Kruzifix, 1. Viertel des 16. Jh.
Um 1900 kam es in das Döbelner Stadtmuseum, heute ist es auf Burg Mildenstein in Leisnig.
Altarschrein, 1431
1,25 m breit/ 1,20 m hoch
Drei Heilige Frauen: Hlg. Barbara, Maria mit Jesus und eine unbekannte Heilige.
Im 19. Jh. ist dieser Schrein mit anderen Kunstwerken aus Grünlichtenberg nach Freiberg ins Altertumsmuseum gekommen. Noch heute kann man diesen Altarschrein dort besichtigen (heute heißt das Museum: „Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg“ und befindet gegenüber vom Dom St. Marien).

Pfarrer
Erster ev. Pfarrer war Simon Blum und kam 1552 nach Grünberg. Der 4. Pfarrer Daniel Gregorius wurde während des 30-jährigen Krieges, im Jahre 1632, im Pfarrhaus ermordet. Ein weiterer Nachfolger, Pfarrer Karl Gottfried Lohdius starb in der Sakristei mitten im Gottesdienst auf dem Weg zur Kanzel und von 1758 bis 1830 war das Pfarramt der Pfarrfamilie Aster vorbehalten, die Pfarrstelle wurde zweimal vom Vater zum Sohn weitergegeben. 1999 wurde die Pfarrstelle eingezogen, seit dieser Zeit werden wir von der Pfarrstelle Waldheim betreut. Der heutige Pfarrer heißt Reinald Richber.

Autor: Michael Kreskowsky
(www.vivahistoria.de)
Gemeindeinfos:
Gemeindeart Gemeindeart: Evangelisch-lutherische Kirche
Gottesdienst Gottesdienst: siehe Homepage: www.kirche-grünlichtenberg.de
Besucher Gemeindebesucher: ca. 10-50 Personen
Besucher Kinderbetreuung: Kinderbetreuung(keine - während des Gottesdienstes)
Besucher Sprachen: Deutsch
Ansprechpartner Ansprechpartner: Pfarrer Reinald Richber
Telefon Telefonnummer: +49 (034327) 92932
E-Mail E-Mail-Adresse:
E-Mail-Adresse der Gemeinde Ev.-Luth. St.-Nikolai-Kirchgemeinde Grünlichtenberg
Adresse Adresse:
Mittlere Dorfstraße 16
09648 Kriebstein
Deutschland
Webseite http://www.kirche-region-waldheim.de

Gemeindeangebote:
vorhanden Seelsorge
vorhanden Chor / Band
vorhanden Frauentreff
vorhanden Mutter-Kind-Treffen
vorhanden Gebetstreffen
vorhanden Jugendstunden (ab ca. 20 Jahre)
vorhanden Teenagerstunden (ca. 13-19 Jahre)
vorhanden Jungschar (ca. 9-12 Jahre)
vorhanden Kinderstunden (ca. 4-8 Jahre)
vorhanden Seniorentreffen
vorhanden Gottesdienste

Landkarte:


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